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Klaus Führer Photography » Klaus Führer ist ein Fotograf aus Wels (Österreich), spezialisiert auf Portraitaufnahmen (Kinder, Familien, Schwangerschaft, Hochzeit, usw.)

Karin und Florian leben wunderbar romantisch im Mühlviertel in einem alten Bauernhaus. Umgeben von Natur, ihren drei Hühnern samt Hahn und einem tollen Ausblick. Seit 15 Jahren sind sie zusammen, nun haben sie den Schritt vor den Altar gemacht und einen retro-inspirierten Tag voll Bodenständigkeit und Liebe zu einem grandiosen Fest gemacht.

Als ich den Weg ins Mühlviertel antrat war das Wetter noch grau, nass und die Wolken wollten so gar nicht vom Himmel verschwinden. Die Natur zeigte sich zwar kühl, doch die Stimmung war trotzdem großartig, diese hügelige Landschaft, dazu der aufsteigende Nebel… unglaublich schön. Dass Karin und Florian auch noch abseits des großen Trubels in einem renovierten und umgebauten Bauernhaus wohnen passte da so richtig dazu. Mit wunderbarem Ausblick hinein ins Mühlviertel ausgestattet leben sie ein bodenständiges Leben und haben sich erst kürzlich eine kleine Hühnerfarm angeschafft. Drei Hühner und ein Hahn sorgen für ländliches Feeling, wenn man zu ihnen kommt.

Ich stieg aus dem Auto und konnte gar nicht mehr aufhören, diese Stimmung abzulichten. Auch im Haus selbst ging es schon lustig zu. Karin’s Haare und Makeup wurden gemacht, Florian zog sich – etwas verspätet – an. So hatte ich gleich die Möglichkeit, einige sehr schöne Getting Ready Fotos zu machen, ehe wir ein paar Kilometer den Hügel aufwärts, durch einen Wald hindurch zum First Look und Paarshooting fuhren. Florian war schon vorgefahren und erwartete uns an einem grandiosen Ort. Ein Wochenendhaus, das früher einmal eine kleine Burg war und in der „Einschicht“ gelegen so unfassbar viele Eindrücke hinterließ. Wir hatten eine Stunde Zeit und wäre es nach mir gegangen, wir hätten noch eine Stunde dort verbracht. Karin und Florian hatte ich schon im Vorfeld als Pärchen kennengelernt, das gut aufgelegt und zu Späßen bereit ist. Es wurde ein kurzweiliges und entsprechend lustiges Paarshooting.

Danach ging es im Oldtimer VW Käfer in Richtung Standesamt, ehe man nach einer kurzen Imbisspause, die wir für erste Gruppenfotos nützten, wieder nach Hause ging. Dort warteten bereits die Verwandten und Freunde, denn es sollte eine Überraschung folgen. Die Feuerwehr Ödenkirchen hätte die beiden im Anhänger und mit Traktor abgeholt, aber sie kam nicht pünktlich. Eine Reifenpanne ließ die Feuerwehrmänner schwitzen – ein Reifenwechsel schneller als in der Formel 1 (oder so) folgte. Es wurde dann doch noch was mit der Fahrt von zu Hause in Richtung Kirche. Nicht ganz, denn dazwischen musste das Paar noch ein paar Spielchen erfolgreich absolvieren und ihre Tauglichkeit als Bauernhausbesitzer beim Mostpressen, Kuhmelken, Wasserzielspritzen und Eierspeis-Kochen unter Beweis stellen.

Die Kirche selbst war dann jene, die ich schon eine Woche zuvor bewundern durfte. St. Wolfgang am Stein, in der Nähe von Aigen Schlägl, war abermals ein malerisch romantischer Platz für eine stimmungsvolle Trauung, der eine Agape unter Sonnenschein folgte. Der Abend klang schließlich im Gasthaus Post in Peilstein aus. Dort wurde gefeiert, gelacht und so manche Träne vergossen. Auch das Rundherum hatte einiges zu bieten: inspiriert vom Retro-Style gab es jede Menge Details zu entdecken: von der Wieskybar (Karins Spitzname ist Wiesky) über das Pros-Eckerl (Proseccobar) bis hin zur Fotoecke.

Das Brautpaar hat seinen Tag sichtlich genossen, ohne Stress, bodenständig und auch trotz teilweise drückender Schwüle und Angriffen von Insekten beim Brautpaarshooting immer cool. Karin und Florian sind sehr auf ihre Privatsphäre bedacht, deshalb weiß ich es sehr zu schätzen, dass ich hier einige Fotos von diesem Fest zeigen darf!

Es war wieder einmal mehr als beeindruckend, wie sehr man nach so vielen Jahren als Einheit auftreten kann. Und noch etwas war beeindruckend: diese Mühlviertler wissen einfach, wie man Feste feiert. Zum Glück darf ich heuer noch ein oder zwei Mal bei solchen Events dabei sein…

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Ganz in weiß – oder zumindest in sehr ähnlichen Schattierungen davon – wird heutzutage bevorzugt geheiratet. Aber warum ist das so und war das immer der Fall? Die traditionelle Farbe für Brautkleider in Europa und der westlichen Welt ist seit ca. 200 Jahren weiß, weil diese Farbe auch für Reinheit und damit Unberührtheit steht. Das war früher etwas, auf das man bei einer Braut großen Wert legte. Die Assoziation zwischen der Unschuld und der Farbe Weiß gab es in unseren Breitengraden schon lange Zeit, aber das weiße Brautkleid hatte dennoch erst einen sehr späten Start in den Hochzeitsplanungen.

Bis weit ins 18. und 19. Jahrhundert hinein konnten sich nur sehr wenige Bräute ein spezielles Kleid nur für die Hochzeit leisten. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts heiratete man daher im „feinen Kleid“, also dem besten Kleidungsstück das man zur Verfügung hatte. Die Paare der Mittel- und Unterschicht war das oft jene Kleidung, die man am Sonntag zur Kirche trug. Nicht selten war das daher schwarz oder die regional typische Tracht.

Der Adel hingegen konnte es sich schon früher leisten, zur Hochzeit speziell geschneiderte Kleidung zu tragen. Im 16.Jahrhundert sind die ersten Hinweise auf Bildern zu finden, dass Bräute erstmals helle Farben zur Hochzeit bevorzugten. Damals ging der Trend aber eher zum eierschalenfarbenen Kleid mit goldenen Ornamenten. Prinzessin Elisabeth von England heiratete 1613 schließlich in Weiß, die Brautmode für die gehobene Gesellschaft begann sich anzupassen. Aber wirklich „in“ wurde weiß erst 1840, als Prinz Albert Queen Victoria heiratete. In der viktorianischen Zeit wurde die Farbe Weiß zum Symbol, das fortan stark kopiert wurde und immer mehr auch in den bürgerlichen Häusern Einzug hielt. Auch in Österreich, nämlich als die bekannte Prinzessin Sisi ihren Franz Joseph heiratete.

Heute hat sich die Farbe Weiß für die Braut durchgesetzt, allerdings kehrt man auch bei uns wieder verstärkt zu alten Traditionen zurück und es gibt auch schon die ein oder andere Trachtenhochzeit.

HZ Karin und Johannes-1107

 

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Wer kennt das nicht? Der Hochzeitstag ist vollgepackt mit Terminen, man will ihn irgendwie auch genießen, denn man hat ja auch monatelange Vorbereitungen dafür getroffen. Kaum ist die Hochzeit vorbei, geht es meist zur Hochzeitsreise und schneller als man denkt, hat einen der Alltag wieder eingeholt. Weil man sich die Zeit nicht mehr nehmen will oder gar noch auf  Fotos warten muss kommen die „Danke Karten“ sehr häufig nicht Wochen, sondern Monate nach dem großen Ereignis zu den Gästen.

Dass das auch anders geht bedarf zwar einigem Einsatz, aber es funktioniert. Ich habe das nun schon zwei Mal innerhalb eines Jahres erlebt. Von Freunden des Brautpaares wurde die „Danke Karte“ bereits im Vorfeld gestaltet, eine Druckmöglichkeit beim Profi auf die Beine gestellt und dann mit mir der Zeitplan abgestimmt. Im Grunde funktioniert es mit viel Willen von allen Seiten problemlos, wenngleich die Fotos eventuell noch nicht nachbearbeitet sind. Meist wird aber ohnehin nur ein Bild benötigt…

Spätestens bei der Übergabe der Geschenke hat es dann bei meinen beiden Fällen der letzten Zeit die Billetts als Geschenk für das Brautpaar gegeben. Die Überraschung und Freude darüber war riesengroß, denn es rechnet niemand wirklich damit. Für Braut und Bräutigam eine tolle Sache, denn sie können die Karten schon direkt am Tag der Hochzeit ausgeben, haben damit keinerlei Arbeit mehr und die Besucher nehmen sofort eine Erinnerung mit nach Hause.

Gabriele und Alexander00691Verena und Roland Agape und Party-196

 

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