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Klaus Führer Photography » Klaus Führer ist ein Fotograf aus Wels (Österreich), spezialisiert auf Portraitaufnahmen (Kinder, Familien, Schwangerschaft, Hochzeit, usw.)

Üblicher Weise bin ich ja, was diese viralen Dinge in den sozialen Medien betrifft sehr zurückhaltend. Ich nehme keine Einladungen zu Spielen an, ich mache bei den diversen Spaßaktionen (Bierchallenge usw.) nicht mit und bin meistens nur ein Leser statt aktiver Teilnehmer.

In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich aber eine Welle ausgebreitet, der ich mich auch nicht verschließen konnte bzw. wollte. Es geht um die sogenannte “Ice Bucket Challenge”. Diese schwappt derzeit ganz massiv aus Nordamerika nach Europa. Vereinfacht gesagt geht es darum, einen Kübel mit Eiswasser (inkl. Eiswürfeln!) über den Kopf zu entleeren und drei weitere Kandidaten zu nominieren. Falls man diese Herausforderung annimmt, muss man 10 Dollar spenden, falls nicht 100 Dollar.

Gespendet wird an eine Organisation, die sich dem Kampf gegen die heimtückische Krankheit “ALS” verschrieben hat. Die “ALS Association” hat im gesamten letzten Jahr Spenden in der Höhe von 1,12 Millionen Dollar lukriert, durch die nun kursierende Ice Bucket Challenge sind es innerhalb von knapp 2 Wochen bereits über 5 Millionen Dollar! Inzwischen haben sich auch Facebook Gründer Mark Zuckerberg, Microsoft Gründer Bill Gates und viele viele weitere Prominente in den Dienst der guten Sache gestellt und Eiswasser über ihren Kopf geschüttet.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis es auch mich erwischt. Auf Grund meiner vielen Eishockeyfreunde habe ich schon fast darauf gewartet, denn gerade in der Eishockeyszene ist diese Challenge derzeit höchst populär. Gestern also wurde ich auch nominiert und musste innerhalb von 24 Stunden reagieren, oder 100 Euro spenden (so die “Spielregeln”).

Nun, es ist gar nicht so einfach, Eiswürfeln an einem Sonntag zu bekommen, habe ich festgestellt. Ich war mit meiner Familie noch im Mühlviertel unterwegs, als mich die Herausforderung via Facebook erreichte. Also nichts wie nach Hause… keine Eiswürfel. Meine Schwester angerufen, die hat einen Eiswürfelautomaten in ihrem Kühlschrank. Sofort weiter gefahren ins Salzkammergut, das Video gedreht und online gestellt. Pfuuhhh. Geschafft. Und 10 Euro habe ich auch noch gespendet.

Warum mache ich überhaupt mit?

Jetzt kann man sich natürlich fragen, wieso tut er sich das überhaupt an? Es läuft so viel Blödsinn übers Internet, man wird zu so viel Blödsinn eingeladen – warum genau das? Tja, ich bin der Meinung, dass die Ice Bucket Challenge zwar wirklich lustig zum anschauen ist und die Ideen in den Videos teilweise aberwitzig sind, aber der Hintergrund zur Aktion hat mich überzeugt.

Uns allen geht es doch, wenn wir ehrlich sind, trotz aller Jammerei, recht gut. Wir können uns glücklich schätzen, gesund zu sein und gesunde Kinder zu haben. Der Grad zwischen diesem Gefühl der Sicherheit und einem hereinbrechenden krankheitsbedingten Unheil ist aber so gering. Ich habe das immer wieder gesehen: im Rahmen meines Zivildienstes beim Samariterbund in Linz, in meiner Familie, in der es auch ein behindertes Kind gibt, aber auch am eigenen Leib musste ich es erfahren.

Was also ist dabei, sich einen Kübel Wasser über den Kopf zu schütten, 10 Euro zu spenden und damit vielleicht dazu beizutragen, eine Krankheit soweit zu erforschen, dass sie nicht mehr diesen Schrecken verbreitet, wie jetzt? Eben. Genau deswegen habe ich es auch gemacht. Bei der nächsten Sinnlos-Challenge werde ich dann aber wieder passen…

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Die ersten Monate im Leben eines Kindes sind unglaublich. Da kommen sie auf die Welt und ein paar Monate später haben sie so unfassbar viel gelernt. Am vergangenen Wochenende durfte ich Justin kennenlernen. Er ist ein halbes Jahr alt und ein richtig aufgewecketer junger Mann mit traumhaft schönen, blauen Augen. Beim Babyshooting in der Wohnung seiner Eltern hat er sich extrem entspannt gezeigt, war kooperativ und sehr brav. Und das trotz drückender Hitze – draußen hatte es 31,5 Grad und auch bei ihm zu Hause war es richtig schön warm.

Justin hatte es ja gut, er durfte schön nackig herumturnen, während ich mit meiner Kamera in der Hand ganz schön ins Schwitzen kam. Das Ergebnis einer guten Stunde Fotoshooting konnte sich aber sehen lassen. Über 40 Fotos – einige davon mit Mama und Papa sind eine wunderbare und bleibende Erinnerung. Der kleine Herzensbrecher war auf jeden Fall geschafft, als wir am Ende noch ein paar Fotos im Wäschekorb machten. Binnen weniger Augenblicke war er eingeschlafen…

 

BabyshootingJustinWels-1
BabyshootingJustinWels-2

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Die Teenager unserer Zeit wachsen ja praktisch mit Fotografie auf. Facebook, Instagram und Co. – überall werden Fotos gepostet, geliked und markiert. Daher ist es als Fotograf eine wahre Genugtuung junge Menschen zu fotografieren, denn sie fühlen sich vor der Kamera wohl, manche von ihnen posen sogar liebend gerne und auch natürlich. Das macht die Arbeit umso einfacher und man kann sich darauf konzentrieren, den Moment einzufangen. Bei meinen Portraits geht es meistens darum, dass der Mensch im Vordergrund steht und das natürliche Umfeld nur den Rahmen bildet. Hier war es eine wunderbar satt-grüne Wiese mit gelben Blüten (ja, ich gebe zu, es war Löwenzahn), die allerdings einen schönen Kontrast bieten. Auch diese schön gefärbte Wand einer Hütte fand ich sehr passend zur Haut- und Haarfarbe des jungen Teenagermodels. Die Fotos ganz unten sind eine kleine Spielerei mit verschiedenen Bearbeitungen ein und des selben Fotos – da wäre klarer Weise noch sehr viel mehr möglich.

PortraitFotografieTeenagerSabrina-2
PortraitFotografieTeenagerSabrina
PortraitFotografieTeenagerSabrina-3
PortraitFotografieTeenagerSabrina-4

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